Willkommen Presse Archiv 2007 ICE / A 67 - Lärmschutz hat höchste Priorität
ICE / A 67 - Lärmschutz hat höchste Priorität Drucken E-Mail
(Lorsch, 06.06.07) „Der Schutz von Mensch und Natur muss im Vordergrund stehen – gerade bei der Planung der ICE-Neubaustrecke“, sind sich Lorschs Bürgermeister Klaus Jäger und der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Michael Meister einig. Sofern die Deutsche Bahn AG entgegen der im Raumordnungsverfahren priorisierten A 5-Variante eine Trassenführung entlang der A 67 beantragt, müssen die Belastungen für Lorsch und die Region auf ein Minimum gesenkt werden.

Auch der Autobahnlärm war Gegenstand des Gespräches im Lorscher Rathaus. Zur wirksamen Lärmbekämpfung fordert die Stadt seit langem, auf der A 67 bei Lorsch sog. Flüsterasphalt einzusetzen. Die hessische Straßenbauverwaltung hält dies ebenfalls für erforderlich. Die notwendigen Mittel muss allerdings der Bund als Baulastträger zur Verfügung stellen. „Lorsch kann auf meine Unterstützung zählen“, so Dr. Meister, der das Anliegen der Stadt an Bundesverkehrsminister Tiefensee herangetragen hat.

Im weiteren Gespräch ging es zudem um die geplante Erweiterung der Autobahn-Rastanlage Lorsch. Klaus Jäger kann sich eine Zustimmung seitens Lorschs allenfalls unter Auflagen und Bedingungen vorstellen. „Für den Eingriff in die Natur muss ein adäquater Ausgleich vor Ort geschaffen werden – beispielsweise durch eine Verdichtung des Bannwaldes“, so der Bürgermeister.

Auch über das Thema Familienförderung wurde gesprochen. So berichtete Jäger seinem Gast, dass in Lorsch das dritte Kindergartenjahr beitragsfrei gestellt und in einem städtischen sowie von einem Verein getragenen Kindergarten in 3 Gruppen Betreuungsangebote für unter 3-Jährige unterbreitet werden sollen. Dr. Meister begrüßt diese Absicht. „Dies ist ein weiterer Schritt zur familienfreundlichen Stadt“, so der Abgeordnete.

Am Ende des Gespräches berichtete Bürgermeister Jäger über die Umstellung der Kommune auf die kaufmännische Buchführung, die sog. Doppik. Er ist sich mit Dr. Meister einig, dass dieser Schritt zu mehr Kostentransparenz, zu neuen Betrachtungsweisen und einem noch effizienteren Arbeiten in der Verwaltung führen, aber auch Mehraufwand und zusätzliche Kosten für die Verwaltung bedeuten wird.