| Beschäftigung schafft Teilhabechancen und Lebensperspektiven |
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(Bergstraße, 26.07.10) Jeder Mensch muss eine faire Chance auf eine Arbeitsstelle haben. Das gilt für junge Menschen, die keinen Ausbildungsplatz oder keine Arbeit finden, für Alleinerziehende, Menschen mit einer Zuwanderungsgeschichte oder mit Behinderungen und für Ältere. Es ist volkwirtschaftlich Unsinn, aber auch ethisch sehr bedenklich, gesellschaftlichen Gruppen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erschweren. Der Arbeitsmarkt ist kein Markt wie jeder andere. „Denn Beschäftigung schafft Teilhabechancen und Lebensperspektiven“, so der Bergsträßer Bundestagsabgeordnete Dr. Michael Meister (CDU). An der Bergstraße sind viele Menschen innerhalb der letzten zwölf Monate wieder in Lohn und Brot gekommen. Die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen vor Ort ist sehr ermutigend. Im Juni 2010 waren an der Bergstraße 11,5 Prozent weniger Menschen ohne Job als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote im vergangenen Monat betrug 5,3 Prozent. Arbeitslosigkeit ist – gerade wenn sie lange anhält - ein großes menschliches Problem, es rührt an den Kern der Persönlichkeit. Deshalb darf es mit der Zahlung von Lohnersatzleistungen wie dem Arbeitslosengeld nicht getan sein. Denn es geht zwar einerseits darum, die unmittelbare Not abzufedern, andererseits aber umso mehr darum, die eigenen Kräfte zu mobilisieren und, bildlich gesprochen, sobald als möglich wieder den ‘Fuß in die Tür zu bekommen’. „Transferleistungen dürfen deshalb keine Abhängigkeit schaffen, sondern müssen Unabhängigkeit eröffnen“, so Dr. Meister. Klar ist, dass für jeden Menschen ein Einkommen gesichert sein muss, das ein Leben in Würde ermöglicht. Wie hoch ein gerechter Lohn sein muss, darüber lässt sich lange streiten, aber nicht darüber, dass ein gerechter Lohn gefunden werden muss. Wenn Arbeitgeber zu einer gerechten Lohnfindung nicht bereit sind und keine Personalvertretungen zulassen, ist der Staat gefordert. Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, ob es unserer Gesellschaft gelingt, Arbeit so zu organisieren, dass sie human bleibt. In der Sozialen Marktwirtschaft ist es nicht die Aufgabe der Politik, selbst in großem Stil Arbeit zur Verfügung zu stellen. „Aber sie kann durch eine kluge Synthese von Sozial-, Familien-, Bildungs- und Integrationspolitik dazu beitragen, dass die zukünftige Arbeitsgesellschaft dynamisch, konkurrenzfähig und trotzdem menschenwürdig gestaltet wird“, so Dr. Meister. |

