Stabilität . Freiheit . Sicherheit

Mörlenbach. Zum regelmäßigen Meinungsaustausch traf der Bergsträßer Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen Dr. Michael Meister Mörlenbachs Bürgermeister Lothar Knopf.

Zentrales Thema war die geplante Ortsumgehung (B38a) von Mörlenbach. Knopf wie auch Meister sind sich einig, dass diese die Ortdurchfahrt stark entlastet. Nicht nur die Verkehrssicherheit in Mörlenbach wird dadurch verbessert, sondern auch die Lärm- und Abgasbelastung der Anwohner. Knopf ist sicher, dass die Ortsumgehung von einer großen Mehrheit in Mörlenbach befürwortet werde. Meister betonte, dass die geplante B38 a nicht nur eine Verkehrsfrage sondern auch eine Zukunftsfrage für Mörlenbach und auch für den Überwald sei. Derzeit sind die Fahrzeiten in die Großstädte Frankfurt, Mannheim oder Heidelberg und zurück nicht kalkulierbar. So wird insbesondere abends auch die Freizeit der Pendler durch die Staus gekürzt. Dies ist für Ansiedlung von Neubürgern und Gewerbebetrieben durchaus ein wichtiges Thema. Knopf verwies darauf, dass in den letzten 10 Jahren die Einwohnerzahl um ca. 770 Personen gesunken ist. Die derzeitige Verkehrsanbindung ist sicherlich auch maßgebend hierfür. Meister erklärte: „Ich kämpfe für die Bürger im Weschnitztal. Nach fünf Jahrzehnten der Debatte zur Ortsumgehung Mörlenbach ist bereits zu viel Zeit Ins Land gegange, wertvolle Zeit für die künftigen Strukturen sowie für Chancen der Menschen im Weschnitztal und Übeerwald. Ich setzte mich daher für eine schnelle Realisierung der Ortsumfahrung ein“. Der Rückgang der Einwohner macht sich aber auch finanziell für Mörlenbach und die Nachbargemeinden  bemerkbar.

Demnächst steht ein Gespräch in Berlin an, an dem Bund, Land, Kreis, Kommunen und die Bürgerinitiative Pro B38 a beteiligt sind. Hierbei geht es vor allem um die Finanzierung der B38 a. Die Kosten für die Ortsumfahrung in Form der O 2  belaufen sich auf ca. 67 Mio. Euro.

Die finanzielle Lage Mörlenbachs ist wie bei anderen Gemeinden schwierig. Knopf weist darauf hin, dass die Verwaltung in der Vergangenheit auf gutem Weg war, die Gemeinde zum Ende des Jahres 2009 komplett zu entschulden. Hierbei muss man festhalten, dass die vorhandenen Schulden lediglich zwei Investitionsdarlehen aus dem Fond B waren, die sich zinswirksam im Haushalt nicht niedergeschlagen haben.

Die Krise in den folgenden Jahren hat dies jedoch zunichte gemacht und wirkt bis heute nach. Da die Einwohnerzahl nach dem Zensus auch unter 10.000 gesunken ist, wird naturgemäß die Zuweisung vom Land auch geringer. Auch die Gewerbesteuern für das Haushaltsjahr 2014 liegen momentan noch hinter dem geplanten Haushaltsansatz.

Mit Unterstützung des Landtagsabgeordneten Stephan erhält man jetzt für eine investive Maßnahme wie die Sanierung der SKG-Halle in Ober-Mumbach über die von der Gemeinde eingeworbenen Investitionsdarlehen in Höhe von 950.000 EURO weitere Zuschüsse aus einem Programm des Landes Hessen für energetische Sanierung von kommunalen Gebäuden. Dadurch könne man diese  Maßnahme ohne erheblichen Zugriff auf die eigenen Mittel finanzieren.

Die ärztliche Versorgung in Mörlenbach ist derzeit noch gut. Knopf weiß jedoch, dass viele Ärzte kurz vorm Rentenalter stehen. Meister wies auf die Neuregelung vom ärztlichen Notdienst hin. Für neue Niederlassungen von Ärzten ist diese eine wichtige Weichenstellung. Ärzten sei es kaum zumutbar, zwei bis dreimal die Woche abends und dazu noch regelmäßig einen Tag am Wochenende  Notdienst zu haben. Knopf hat bereits viele Gespräche geführt und ist optimistisch, dass auch in Zukunft in Mörlenbach die ärztliche Versorgung gewährleistet ist.

Dr. Meister Bürgermeister Knopf

Abschließend merkte Knopf an, dass seine Amtszeit im Dezember diesen Jahres endet. Er bedanke sich bei Meister für dessen gute Zusammenarbeit. Es sei erfreulich gewesen, dass dieser immer den Kontakt zu ihm gehalten habe. Er hoffe, dass er auch nach seinem Ruhestand Meister gelegentlich treffen werde.

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