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Bensheimer Praxisklasse im Gespräch mit ihrem Bundestagsabgeordneten

Berlin, 28.05.2018 – Schülerinnen und Schüler der berufsorientierten Praxisklasse der Geschwister-Scholl-Schule in Bensheim besuchten jetzt, kurz vor ihrem Abschluss, das politische Berlin. Eine besondere Erfahrung war das Gespräch mit ihrem heimischen Bundestagsabgeordneten, Dr. Michael Meister. Der CDU-Politiker freute sich über den Besuch aus der Geschwister-Scholl-Schule in Bensheim, an der er sein Abitur gemacht hat.


Zu Beginn des Gesprächs mit dem Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbildungsministerium verwies ein Lehrer auf die Flüchtlingskinder in der Klasse, die 2015 nach Deutschland kamen und sich „ganz intensiv und fleißig einbringen, sich sehr stark engagiert und zum Teil für eine Ausbildung empfohlen haben“. Ausbildungsbetriebe, Schule und die Schülerinnen und Schüler arbeiteten danach gut zusammen. Die Frage sei aber: „Müsste man dann nicht eine Regelung finden, dass man die Leute auch hält? Bei den Jugendlichen schwebt immer die Frage: Was passiert mit mir, kann ich bleiben?“

Dr. Meister machte deutlich: Wer in einer Ausbildung ist und die ordentlich betreibt, darf bleiben, bis diese abgeschlossen ist. Für die Frage nach dem weiteren Verbleib verwies der CDU-Politiker auf das in der Koalition vereinbarte Einwanderungsgesetz. „Das ist aus meiner Sicht keine Frage der Flüchtlingspolitik, sondern es ist eine Frage, wie gehe ich denn mit den Menschen um, die längere Zeit legal in Deutschland gelebt und die eine gewisse Integrationsleistung erbracht haben.“ Aber selbst wenn ein Flüchtling nach der Ausbildung wieder nach Hause müsse, sei diese Zeit für ihn trotzdem ein persönlicher Gewinn, denn er habe sich ordentlich qualifiziert. „Es ist besser, mit Ausbildung nach Hause zu gehen als ohne. Die klare Botschaft ist: Ausbildung macht Sinn.“
Die Gruppe sprach den Abgeordneten auch auf seine Funktion als Staatssekretär im Bundesbildungsministerium an. Dr. Meister wies zunächst auf die Aufgabenteilung zwischen Bund und Ländern hin. „Bildung an Universitäten, Fachhochschulen und Schulen ist Sache der Länder.“ Der Bund habe eine Kompetenz in der beruflichen Bildung. Momentan versuche die Bundesregierung, eine Grundgesetzänderung durchzubringen, die es dem Bund rechtlich erlaubt, in die digitale Infrastruktur in den Schulen investieren zu dürfen. „Es ist unsere Absicht, etwa fünf Milliarden Euro in die Hand zu nehmen, um digitale Infrastruktur in die Schulen zu bringen, damit Unterricht auf Basis von elektronischen Medien gemacht werden kann. Was die Schulen dann brauchen werden, ist ein pädagogisches Konzept, denn der Unterricht wird ein anderer sein.“

Auf die Frage, welche Person der Abgeordnete bewundere, war die Antwort klar: „Wenn ich nach oben schaue, dann Angela Merkel.“ Die Begründung: „Alle von uns, die hier tätig sind, haben am Ende jemanden über sich. Wenn ich Fehler mache, kann meine Ministerin immer noch sagen, wir machen es anders.“ Wenn man, wie die Bundeskanzlerin, „ganz oben“ sei, dann gebe es keine Korrektur mehr. Angela Merkel müsse in einer ungeheuren Frequenz wichtige Entscheidungen treffen. „Wir haben auch mal Ferien und diesen Druck nicht. Eine Kanzlerin hat keine Ruhezeiten, sie ist 24 Stunden am Tag in dieser Situation. Das durchzuhalten, das ist etwas, was ich bewundere.“

Und was gibt der Bundestagsabgeordnete den jungen Menschen mit auf den Weg? „Machen sie auf jeden Fall eine Ausbildung. Wenn möglich, eine, die Ihnen Spaß macht. Denn bei allem was man macht, ist der innere Antrieb, die innere Freude wichtig. Das sollte die Perspektive fürs Leben sein.“

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