Stabilität . Freiheit . Sicherheit

Dr. Michael Meister  (CDU) empfängt Politik-Leistungskurs des Alten Kurfürstlichen Gymnasiums

Berlin, 4. Februar 2019 - Im Zuge ihrer Werkstatt-Tage besuchte der Politik-Leistungskurs des Alten Kurfürstlichen Gymnasiums Bensheim das politische Berlin. Nachdem die Abiturienten auf der Besuchertribüne des Deutschen Bundestages die Gelegenheit hatten, einer Plenardebatte zu lauschen, empfingen Ihr CDU-Bundestagsabgeordneter Dr. Michael Meister seine Gäste zu einem einstündigen Gespräch. Der Bergsträßer, der neben seinem Abgeordnetenmandat auch Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung ist und hier für die Grundsatzfragen der Innovation und den Bereich Forschung zuständig ist, erläuterte kurz die parlamentarischen Abläufe und beantwortet schon gleich die vielen Fragen, die die Schüler*innen im Gepäck hatten. So hat Dr. Meister (CDU) ein klares Bekenntnis zu Rechtstaatlichkeit und Demokratie abgelegt: "Ein freies Parlament ist keine Selbstverständlichkeit. Es gibt viele Gesellschaften auf dieser Welt, in denen gibt es das nicht." so der CDU-Mann. Auch wurde er gefragt, warum Parteien für junge Menschen immer unattraktiver würden. Dem müsse man begegnen. Meister sagte: "Erstens, muss man ein klares inhaltliches Profil zeigen. Damit jeder weiß, wofür stehen die. Der zweite Punkt ist die Frage der zeitgemäßen Kommunikation. Und drittens: An einer Sitzung eines Ortsbeirates haben die Menschen erst dann ein Interesse, wenn eine persönliche Betroffenheit da ist. Ich glaube allerdings, politisches Interesse darf nicht erst dann beginnen, wenn ich glaube, dass ich persönlich betroffen bin. Da mangelt es."

Der CDU-Abgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär verband sein Werben um politisches Interesse und Engagement mit Informationen über aktuelle Themen. Stichwort Digitalisierung: "Hier erleben wir eine Transformation unserer Gesellschaft und Wirtschaft. Wir haben momentan eine phänomenal gute Beschäftigungslage in diesem Land. Mehr als 45 Millionen Menschen sind in Arbeit. Das gab es noch nie." Aber ein Großteil dieser Aufgaben werde in Zukunft durch Digitalisierung ersetzt werden. Das bedeute, die Berufsbilder die wir brauchen werden, würden vollständig neu sein. Wichtig seien auch die Energiewende und das Thema Gesundheit.

Auf das Auftreten der AfD im Bundestag angesprochen, zeigte der CDU-Politiker klare Kante: Zwar sei die AfD demokratisch gewählt, aber: "Wenn im Bundestag ein Kollege spricht, der nicht der AfD angehört, dann setzt es permanent Zwischenrufe. Spricht ein Kollege aus der AfD-Fraktion, dann hört man ständig die Bemerkung, die anderen sollten doch mal still sein und dem Redner aus der AfD-Fraktion zuhören." Das sei ein merkwürdiger Stil. Die AfD versuche ständig zu provozieren, ob durch Form oder durch Inhalt. "Und wenn sie provoziert haben und auf die Provokation dann eine Reaktion erfolgt, dann versuchen sie sich als Opfer darzustellen. So läuft das nicht!"

Die Jugendlichen wollten u.a. auch wissen, wie oft er prozentual  im Plenum anwesend sei. Hier verwies Meister beispielsweise auf den heutigen Tag. "Ich war am Morgen bei der Gedenkfeier der Oper des Nationalsozialismus mit Saul Friedländer, anschließend im Plenum. Dann habe ich Besucher durch das Haus geführt und nun bin ich bei Ihnen". Allerdings sei der Tag für ihn dann noch nicht zu Ende gewesen. "Im Anschluss an unser Gespräch gehe ich zum Hightech-Forum und vertrete dort meine Ministerin bevor ich dann wieder ins Plenum gehe. Das aber prozentual über die Sitzungswochen zu messen, ist schwierig", so der Bundestagsabgeordnete.

Dr. Michael Meister begrüßt es, wenn Schülergruppen aus seiner Heimat ihn im politischen Berlin besuchen. "Das ist eine gute Möglichkeit, junge Menschen zu sensibilisieren und der Politikverdrossenheit vorzubeugen", freut sich der CDU-Mann über seine Gäste.

AKG Bensheim 0119

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