Stabilität . Freiheit . Sicherheit

Anlässlich der Lieferengpässe bei Arzneimitteln im Kreis Bergstraße erklärt der Parlamentarische Staatssekretär und Bergsträsser Bundestagsabgeordnete Dr. Michael Meister (CDU): 
 
Bergsträsser Apotheken haben mich erstmals im Juli auf das Problem der zunehmenden Lieferengpässe bei Arzneimitteln  aufmerksam gemacht. Dies nahm ich zum Anlass, mich umgehend an das Bundesgesundheitsministerium zu wenden. In der Stellungnahme des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) wurde deutlich, dass das Thema bekannt ist und die Sorge nachvollzogen werde. Das BMG hat als Ergebnis der andauernden Lieferengpässe im Rahmen des Pharmadialoges einen Jour Fixe eingerichtet. In diesem Rahmen erörtern Industrieverbände des Großhandels, Ärzte-und Apothekerschaft, BMG und die zuständigen Bundesoberbehörden alle denkbaren Maßnahmen, um Lieferengpässe zu vermeiden oder deren Auswirkungen abzumildern.  Unter anderem wurde eine Liste versorgungsrelevanter, engpassgefährdeter und unentbehrlicher Arzneimittel entwickelt.  In dieser Wahlperiode wird der Pharmadialog unter Beteiligung der Koalitionsfraktionen fortgesetzt, dort ist die Versorgungssicherheit ein wesentliches Thema. Es wird weiterhin erörtert, ob weitere gesetzliche Maßnahmen auf den Weg gebracht werden müssen. 
 
Das BMG hat mit dem im August in Kraft getretenen Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung bereits Schritte unternommen, der Situation um die Liefer-schwierigkeiten entgegenzuwirken. Das Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung hat im Wesentlichen das Ziel, Maßnahmen zu mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung herbeizuführen. Krankenkassen werden verpflichtet, bei Rabattverträgen künftig die Vielfalt der Anbieter zu berücksichtigen, damit Lieferengpässen entgegengewirkt  und die ununterbrochene und bedarfsgerechte Lieferfähigkeit hergestellt werden kann. 
 
Lieferschwierigkeiten bei versorgungsrelevanten Medikamenten haben unterschiedliche Ursachen. In der Stellungnahme des Bundegesundheitsministeriums wird auf die Produktion von versorgungsrelevanten Arzneistoffen hingewiesen, die überwiegend in China, Indien und Italien hergestellt werden. Pharmafirmen lassen aus Kostengründen im Ausland produzieren, wenn es dann Probleme bei der Herstellung gibt, tragen die Patienten die Konsequenzen. Weltweit gibt es nur noch wenige Produktionsstätten für Arzneimittel und Wirkstoffe. Gibt es dann Lieferschwierigkeiten bei Rohstoffen oder Probleme in den Herstellungsstätten, hat das enorme Auswirkungen bei die Lieferketten. "Geprüft werden muss auch, ob man Auflagen zur Vorratshaltung schafft", meint Dr. Michael Meister. 
 
Persönlich geführte Gespräche im August mit Bergsträsser Apothekern, veranlassten mich erneut, mich an die Fachkollegen der Arbeitsgruppe Gesundheit zu wenden. Dort werden weitere Maßnahmen abgestimmt, um die Arzneimittelversorgung sicherzustellen. Die CDU/CSU Arbeitsgruppe Gesundheit erarbeitet aktuell ein Positionspapier zum Thema Lieferengpässe von versorgungsrelevanten Arzneien.

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