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Neckarsteinach, 11.05.2021 - Wie wird das Programm „Sprach-Kitas“ umgesetzt, wollte der Bergsträßer Bundestagsangeordnete Dr. Michael Meister bei seinem Besuch der Ev. Kita Schatzinsel wissen. Die Kita-Leiterin Iris Lenz und Pfarrer Norbert Feick vom evangelischen Träger erklärten zunächst, dass es aktuell 3 Gruppen mit insgesamt 75 Kindern Ü3 und eine Gruppe mit 24 Kindern U3 gebe, die von 18 Erziehungskräften betreut werden. Derzeit sei man in einem Containerkindergarten, da der alte Kindergarten vor fast 3 Jahren abgebrannt sei. Feick ist sicher, dass für den neuen Kindergarten in unmittelbarer Nähe des jetzigen Standortes noch in diesem Jahr der Spatenstich erfolgen werde. Meister erklärte anerkennend, dass man fast nicht merke, in Containerräumlichkeiten zu sein. Insgesamt würden 20 Sprachen in der Kita gesprochen, merkte Feick an. Daher sei das von der Bundesregierung 2014 aufgelegte Bundesprogram “Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ hier genau richtig. Dieses Programm legt Wert auf alltagsintegrierte sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik und die Zusammenarbeit mit Familien. Für die Sprachentwicklung der Kinder sei in ihrer Kita Daniela Neuer-Plan zuständig. Diese sei Realschullehrerin für die Fächer Deutsch und Französisch, also geradezu prädestiniert für das Lernen der deutschen Sprache. Diese erläuterte, dass es für die Kinder wichtig sei, Deutsch „fast nur nebenbei“ zu lernen. Würde sie die Kinder aus der Gruppe herausnehmen und einzeln unterrichten, würden diese sich sofort ausgegrenzt fühlen. Wenn Kinder aber beim Spielen oder Nacherzählen von Geschichten sprechen oder sich hierbei gar nicht beteiligen würden, würde sie sofort deren Kenntnisse erkennen und könnte spielerisch mit dem Kind lernen, ohne dass dies für die Kinder groß auffällig wäre. Einig waren sich alle, dass die Sprache sehr wichtig für die Integration aber auch für die Leistungen später in der Schule wäre. So erklärte auch Lenz, dass man in der Pandemie besonderen Wert darauf legte bzw. lege, dass die angehenden Schulkinder weiterhin Zugang zur Kita hatten bzw, noch haben. Unser Auftrag ist auch, die Kinder bestmöglich auf die Schule vorzubereiten. Hierbei steht natürlich die Deutsche Sprache an erster Stelle.

Wichtig für die Kita ist, dass das Programm für jede Sprach-Kita eine zusätzliche Fachkraft zur Verfügung gestellt wird, die im Verbund von einer externen Fachberatung begleitet wird. So können sich die Fachkräfte auch untereinander austauschen. Neuert-Plan erklärte, dass sie auch von der Erfahrungen anderer profitiere. Besonders angetan ist sie aber vom Klima in der Kita selbst. Hier üben die Leiterin Lenz und deren Mitarbeiter immer ein offenes Miteinander. Besonders toll aber empfindet sie, dass Lenz ihr in ihre pädagogische Arbeit den Freiraum lasse, den sie benötige.

Lenz betonte abschließend, dass das Programm seit 2016 die Sprach-Arbeit fördere. Zunächst war es auf vier Jahre befristet, nunmehr ist es zunächst aus weitere zwei Jahre verlängert worden, wobei nunmehr der neue Schwerpunkt auf der Digitalisierung des Programmes liege. Insgesamt sei man mit dem Programm und deren Förderung sehr zu frieden.

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