Stabilität . Freiheit . Sicherheit

Bensheim, 07.07.2021. Hat die Pandemie große Auswirkungen auf Ihre Firma, wollte der Bergsträßer Bundestagsabgeordnete Dr. Michael Meister bei seinem Besuch der Firma Pfaff Industriesysteme und Maschinen GmbH wissen. Meister wurde von den Geschäftsführern Michael Kilian, Guido Jaeger und Yongwu Chen in Bensheim empfangen. Kilian, Sprecher der Geschäftsführung, erläuterte zunächst, dass Pfaff bereits 1862 in Kaiserslautern gegründet worden sei und zunächst nur Nähmaschinen produzierte. Neben den Nähmaschinen sind mittlerweile noch Schweißmaschinen, CNC- Anlagen und Automatisierung, Vielnadelanlagen und Robotik hinzugekommen. 2013 wurden die Geschäftsanteile der KSL von der ShangGong Europe Holding Corp. GmbH übernommen, zu denen auch PFAFF Industrial gehört. 2015 wurde KSL in die Pfaff Industriesysteme und Maschinen GmbH verschmolzen. Produziert wird an den Standorten Kaiserslautern und Bensheim, wo 2020 ein neues, modernes Werk gebaut wurde. Die alten Räumlichkeiten in Lorsch waren für die expandierende „KSL“ schon seit Jahren zu klein bzw. zu beengt. "Die Grundsäulen unserer Firma sind Innovation, Kompetenz, Leistung und Qualität", so Kilian. "Durch unsere höchst innovative Automatisierungs- und Robotertechnik von näh- und schweißtechnischen Prozessen, haben wir uns weltweit einen hervorragenden Ruf erarbeitet. So arbeiten wir für die Autoindustrie von Sitzen über Armaturenbretter bis hin zum Airbag. Auch für Flugzeugbauer und sogar in der Weltraumindustrie sind wir vertreten." Stolz konnte Jaeger berichten, dass die Maschinen und Anlagen mit einer Genauigkeit von plus/minus 0,1 mm Toleranz technische Textilien verarbeiten. "Dies zeigt den Stellenwert, den wir auf unsere Forschung und Entwicklung legen", so der Geschäftsführer. Auf Nachfrage von Meister erklärte Jaeger, dass die Automatisierung und Digitalisierung kein Jobkiller sei, sondern viele neue hochqualifizierte Jobs erzeuge. Daher sei es sehr wichtig, dass der Bildung in Deutschland ein hoher Stellenwert zugebilligt werde. Richtig sei allerdings, dass Hilfsarbeiten wegfallen würden. Sie bekämen aber auch von Kunden außerhalb von Europa in letzter Zeit immer vermehrt die Information, dass es auch dort schwierig sei, genügend Näher*innen zu bekommen. "Bei uns suchen wir hochqualifizierte Kräfte. Leider finden wir nicht immer ausreichend Personal, so dass wir gerade im Bereich des Softwareengineerings auch auf Externe zurückgreifen müssen." Alle Geschäftsführer waren sich mit Meister einig, dass der Technologievorsprung in Deutschland erhalten und ausgebaut werden muss, um die Zukunft zu sichern. Die Pandemie hat einen starken Einschnitt gebracht. Kilian und Jaeger als bisherige Vielflieger erklärten, dass die Reisemöglichkeiten aller Mitarbeiter*innen dramatisch reduziert wurden. Videokonferenzen mit etablierten und vertrauten Geschäftskunden ersetzten zwangsläufig den langjährigen persönlichen Kontakt. Neuakquirierung von Kunden wurde zu einer echten Herausforderung. Auch für das Serviceteam sei es extrem schwierig gewesen, Arbeiten außerhalb von Deutschland vorzunehmen. "Unsere Produktionsstandorte in Deutschland haben darunter gelitten, dass unsere Kunden aufgrund von Lieferschwierigkeiten aus China oder anderen außereuropäischen Ländern zeitweise nicht produzieren konnten. Wenn auch weniger Autos und nahezu keine Flugzeuge gebaut werden, werden auch kaum Näharbeiten für das Interieur benötigt. Die Pandemie hat bei uns zu deutlichen Veränderungen geführt. Durch die ausschließliche Möglichkeit per Fernwartung auf die Maschinen zuzugreifen und Support für die Kunden zu leisten, wurde die Digitalisierung auf allen Seiten beschleunigt." Bei einem Rundgang durch die Produktionshalle wurden Meister modernste Automatisierungslösungen für namhafte Kunden gezeigt. Gerade als Parlamentarischer Staatssekretär bei der Ministerin für Bildung und Forschung war Meister von der hohen Innovation der Maschinen begeistert.

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