Rimbach. Wie sieht die finanzielle Situation in Rimbach aus, wollte der Bundestagsabgeordnete und Staatsminister a.D. Dr. Michael Meister von Bürgermeister Holger Schmitt wissen. Begleitet wurde er von Vorsitzenden des CDU-Ortsverbandes Bernhard Welcker. Schmitt erklärte zuvor, dass er sich sehr freue, dass der Bundestagsabgeordnete sich immer wieder Zeit für seine Gemeinde nehme und hieß ihn ganz herzlich willkommen.
Schmitt sieht unter den derzeit gegebenen Bedingungen die Finanzen seiner Gemeinde als angespannt. Man habe seit seinem Amtsantritt Rimbachs Schulden abbauen können, ohne neue Kreditaufnahmen. Aufgrund des immanenten Investitionsstaus, den fast alle Kommunen verzeichnen, werden für die kommenden Jahre neue Fremdfinanzierungen erforderlich. Das Gewerbegebiet bei Zotzenbach wird ein Stück erweitert. Dort ist das neue Feuerwehrhaus der Feuerwehr Zotzenbach, der Bauhof mit Wasserversorgung geplant. Diese Investitionen belaufen sich auf voraussichtlich rund 10 Millionen Euro in den kommenden Jahren. Die Situation der Gewerbetreibenden sieht Schmitt positiv. Mehrere Betriebe expandieren und suchen nach Erweiterungsmöglichkeiten. So konnte Schmitt stolz verkünden, dass seit 2015 in Rimbach die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer in seiner Gemeinde um über 230 gestiegen sei. Schmitt ist auch für die weitere Entwicklung positiv gestimmt.
Die Kindergartenplätze sind ausreichend vor Ort. Neubau und Renovierung haben auch dafür gesorgt oder werden noch dafür sorgen, dass die Kinder in modernen Einrichtungen betreut werden. Rimbach gehe bei der Planung von benötigten Plätzen eher konservativ vor, plane aber die Möglichkeit späterer Erweiterungen mit ein.
Für seine Gemeinde ist es wichtig, dass Wohnen, Arbeiten, Schule und Freizeit direkt vor Ort möglich sind. Da dies der Fall ist, ist seine Gemeinde durchaus für Firmen und Privatpersonen heute schon sehr attraktiv. Er geht davon aus, dass die Attraktivität sich nach Fertigstellung der B38a noch steigern wird.
Mit großer Zufriedenheit stellt Schmitt fest, dass bereits über 80 Prozent der Rimbacher Bürger mit Breitbandkabel versorgt sind. So habe sich der Glasfaser-Ausbau in interkommunaler Zusammenarbeit der Gemeinden im IKBit-Gebiet als richtig erwiesen. Der Ausbau geht weiter, sodass in Kürze eine flächendeckende Versorgung in seiner Gemeinde gewährleistet ist.
Unzufrieden ist Schmitt aber mit den Förderkulissen des Landes und des Bundes. Dies seien seiner Meinung nach teilweise überreguliert, teilweise auch nicht ganz nachvollziehbar. So habe man festgestellt, dass man zwar für seine Sportstätte Fördermittel bekäme, aber unter Bedingungen, wodurch letztendlich weitere Kosten, die höher als der Förderungsbetrag sind, entstehen würden. Daher müsse man auf die Förderung verzichten.

